Interfacer

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Die digitale Infrastruktur für Fab City OS

Wie lässt sich eine digitale Infrastruktur gestalten, die es Fab Cities ermöglicht, das Wissen zu bündeln und zu systematisieren, um bedarfsorientiert und nachhaltig zu produzieren?

Langfristiges Ziel des Projektes INTERFACER ist es, eine grüne, resiliente und digital basierte Produktionsweise, die eine möglichst große Teilhabe von Bürger:innen ermöglicht, zu fördern.

Das Projekt greift in diesem Zusammenhang das Fab City Konzept der verteilten Produktion von quelloffener Hardware (sog. Open Source Hardware) im Kontext einer urbanen Kreislaufwirtschaft auf. Eine verteilte, dezentrale Produktion und Wertschöpfung unterscheidet sich wesentlich von der klassischen unternehmensbasierten Wertschöpfung insofern, dass autonome, dislozierte Akteur:innen problem- und bedarfsorientiert entlang der Wertschöpfungskette (Design, Entwicklung, Fertigung, Logistik und Vertrieb) zusammenkommen, um in einem bisher wenig formalisierten Prozess ein Produkt zu erstellen und über dessen Lebenszyklus hinaus Materialien zu rezyklieren und einem neuen Produktlebenszyklus zuzuführen.

Digitale Schnittstelle

Da die institutionelle Einbettung in ein hierarchisch strukturiertes Unternehmen und die zentrale Steuerung durch dieses entfallen und auch klassische, marktliche Koordinationsmechanismen nicht zwangsläufig greifen, bedarf es geeigneter Schnittstellen, Strukturen, Prozesse, Governanceformen und nicht zuletzt softwarebasierter digitaler Unterstützung zur Umsetzung einer solchen verteilten, dezentral organisierten Wertschöpfungsform.

Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projektes INTERFACER eine digitale Infrastruktur entwickelt werden, die es Fab Cities und Regionen im Sinne einer commons-basierten Peer-Produktion ermöglicht, das in globalen Wissensnetzwerken und Communities of Practice erzeugtes Wissen zu bündeln und systematisieren (Datensouveränität), um lokal vor Ort bedarfsorientiert zu produzieren.

Fab City OS

Im Vordergrund steht hierbei die Identifikation, Definition und Gestaltung von Schnittstellen (engl. interfaces) zwischen Systemen, Netzwerken und physischen Artefakten – daher auch der gewählte Vorhabentitel. INTERFACER nutzt in diesem Zusammenhang Synergien zum EU-Projekt REFLOW OS sowie dem dtec.bw-Projekt „Fab City: Verteilte, dezentrale Produktion für die urbane Wertschöpfung“.

Konkretes Ziel ist die Neuentwicklung und erstmalige Anwendung eines quelloffenen Softwaresystems Fab City OS (OS = Operating System). Fab City OS beschreibt entsprechend einen Software-Stack als Zusammenstellung unterschiedlicher Funktionalitäten und Software-Tools, die bedarfsorientiert entlang der Wertschöpfungskette bei den jeweiligen Entitäten (Nodes, zum Beispiel Betrieben, Fab Labs) des Netzwerkes implementiert werden können. Eine föderierte System- bzw. Netzwerkarchitektur ermöglicht die Integration unterschiedlicher Client- Server-Systeme und die dezentrale Speicherung und Verwaltung von Daten.

Zahlen und Fakten

Gefördert durch:

Weiterführende Links:

INTERFACER Projektseite

Fab City Hamburg e.V.

EU-Projekt REFLOW OS

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Ansprechpartner:

Manuel Moritz